Matratze Geruch entfernen: Hausmittel & Tipps

Frisches sauberes Schlafzimmer mit weisser Bettwaesche
Das Wichtigste in Kürze
  • Erst die Ursache bestimmen: Muffig, Schweiß, Urin, Chemiegeruch bei einer neuen Matratze oder Schimmel – je nach Quelle hilft eine andere Methode, um den Geruch aus der Matratze zu entfernen.
  • Natron ist die einfachste Methode: gleichmäßig einstreuen, mehrere Stunden bis über Nacht einwirken lassen, dann gründlich absaugen.
  • Essig (verdünnt) und Lüften an frischer Luft und Sonne ergänzen die Behandlung – immer nur leicht feucht arbeiten, nie durchnässen.
  • Material schonen: Kaltschaum und Memory-Foam vertragen keine Nässe, danach gut trocknen lassen (oft etwa 24 Stunden oder mehr).
  • Ehrlich gesagt: Hausmittel und Duftsprays überdecken Gerüche oft nur – bei Wärme und Feuchtigkeit kommen sie zurück. Nachhaltig wird es nur, wenn du den Geruch an der Quelle neutralisierst.

Matratze Geruch entfernen – so geht's: Bestimme zuerst die Ursache, streue dann Natron ein und lass es über Nacht wirken, bevor du gründlich absaugst. Bei Urin hilft zusätzlich verdünnter Essig. Lüfte gut und lass alles trocknen. Damit der Geruch nicht zurückkommt, neutralisierst du ihn direkt an der Quelle.

Du legst dich abends ins Bett und es riecht muffig, nach Schweiß oder nach – na ja, dem kleinen Malheur von letzter Woche. Oder die neue Matratze ist gerade aus der Folie gerollt und stinkt beißend nach Chemie. Das ist unangenehm, oft ein bisschen peinlich und vor allem: Es lässt sich meistens lösen, ohne die Matratze wegzuwerfen. In diesem Ratgeber zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du den Geruch aus deiner Matratze bekommst – mit Hausmitteln, die du zu Hause hast, und mit ehrlicher Einordnung, wann mehr nötig ist.

Wichtig vorweg: Viele probieren Spray um Spray und wundern sich, dass der Geruch nach ein paar Tagen wieder da ist. Der Grund ist einfach – die meisten Mittel überdecken den Geruch nur, statt ihn dort zu beseitigen, wo er entsteht. Genau darum geht es am Ende dieses Artikels.

Warum stinkt deine Matratze? Die häufigsten Ursachen

Bevor du loslegst, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Ursache. Denn die richtige Methode hängt davon ab, woher der Geruch kommt. Eine neue Matratze, die ausgast, behandelst du anders als eine, in die ein Kind eingenässt hat. Hier die typischen Quellen.

Muffig oder modrig – Feuchtigkeit und schlechte Belüftung

Jeder Mensch verliert pro Nacht eine ordentliche Menge Flüssigkeit über Schweiß und Atem. Diese Feuchtigkeit zieht in die Matratze. Kann sie nicht entweichen – etwa weil die Matratze ohne Lattenrost direkt auf dem Boden liegt oder das Schlafzimmer schlecht gelüftet wird – entsteht ein muffiger, modriger Geruch. Das ist der Klassiker und meist gut in den Griff zu bekommen.

Schweiß und Körpergeruch

Schweiß, Hautschuppen und Körperfette sammeln sich mit der Zeit in der Matratze. Bakterien zersetzen diese Rückstände, und dabei entsteht ein säuerlicher Geruch. Das ist normal und passiert bei jeder Matratze – regelmäßige Pflege beugt vor.

Uringeruch (Kinder, Bettnässen, Haustiere)

Ob das Malheur eines Kindes, Bettnässen oder die Katze, die das Bett markiert hat: Urin ist besonders hartnäckig. Bakterien wandeln den Harnstoff in Ammoniak um – das ist dieser stechende, scharfe Geruch, der typische beißende Pipi-Geruch, den man sofort erkennt. Das Tückische daran: Urin zieht tief in den Matratzenkern ein. Sprays und Hausmittel von oben kommen da meist gar nicht hin – genau dort sitzt der Geruch aber. Deshalb behandeln wir Urin weiter unten in einem eigenen Abschnitt.

Neue Matratze riecht nach Chemie oder Vakuum (Ausgasung)

„Meine neue Matratze riecht total nach Chemie – geht das noch weg?“ Diese Frage taucht in Foren ständig auf. Vakuum-verpackte Roll- und Boxspring-Matratzen geben nach dem Auspacken eine Weile Gerüche ab. Das nennt man Ausgasung. Bei den meisten Matratzen ist das harmlos und verschwindet nach einigen Tagen Lüften. Wann ein starker Geruch aber ein Warnsignal ist und du lieber reklamierst, klären wir später ehrlich.

Schimmelgeruch – wann es ernst wird

Riecht es modrig-erdig und siehst du dunkle, grünliche oder schwarze Flecken? Dann kann es echter Schimmel sein – meist durch dauerhafte Feuchtigkeit, etwa bei einer Matratze direkt auf dem Boden. Schimmel ist nicht nur ein Geruchsproblem, sondern auch ein Gesundheitsthema. Hier gelten besondere Regeln, die wir weiter unten beschreiben.

Matratze Geruch entfernen – die Methoden im Überblick

Du willst den Matratzengeruch entfernen und suchst die passende Methode? Diese Tabelle gibt dir den schnellen Überblick – darunter erklären wir jede Methode im Detail.

Methode Mittel Einwirkzeit Wofür geeignet
Natron einstreuen Natron (Backnatron) mehrere Stunden bis über Nacht muffig, Schweiß, leichter Uringeruch
Essig-Wasser-Lösung weißer Essig + Wasser (1:1) einwirken, dann trocknen lassen Urin, säuerlicher Geruch, leichter Schimmel
Lüften an Luft & Sonne frische Luft, Sonnenlicht mehrere Stunden bis ganzer Tag neue Matratze, muffig, zur Vorbeugung
Geruchsneutralisierer mit Mikroorganismen Spray mit natürlichen Mikroorganismen aufsprühen, trocknen lassen wiederkehrende Gerüche, die zurückkommen
Dampfreiniger Dampfreiniger (niedrige Stufe) kurz dampfen, dann lange trocknen oberflächliche Auffrischung – nur sparsam, Material beachten

Duftfrisch entdecken – Gerüche an der Quelle neutralisieren

Natron auf einer Matratze zum Geruch entfernen

Natron: die einfachste Methode Schritt für Schritt

Natron (auch Backnatron genannt) ist das beliebteste Hausmittel gegen Matratzengeruch – und das aus gutem Grund. Es bindet Feuchtigkeit und neutralisiert viele Gerüche, statt sie nur zu überdecken. Viele nehmen im Alltag auch einfach Backpulver, das ähnlich wirkt.

So wendest du Natron richtig an (Menge, Einwirkzeit, Absaugen)

So gehst du Schritt für Schritt vor:

  1. Matratze absaugen: Sauge die Matratze zuerst gründlich ab, damit Staub und Hautschuppen weg sind.
  2. Natron gleichmäßig einstreuen: Verteile das Natron dünn und gleichmäßig über die ganze Liegefläche. Bei einer Standardmatratze (90 x 200 cm) reichen rund 4 bis 6 Esslöffel; bei stärkerem Geruch darf es etwas mehr sein.
  3. Einwirken lassen: Lass das Natron mehrere Stunden, am besten über Nacht wirken. Je länger, desto besser kann es Feuchtigkeit und Geruch aufnehmen.
  4. Gründlich absaugen: Sauge das Natron danach komplett ab. Nimm dir Zeit, damit keine Reste in der Matratze bleiben.
  5. Bei Bedarf wiederholen: Bei hartnäckigem Geruch kannst du den Vorgang ruhig ein zweites Mal durchführen.

Häufige Fehler bei Natron vermeiden

  • Zu kurze Einwirkzeit: Eine halbe Stunde reicht meist nicht. Plane lieber eine ganze Nacht ein.
  • Natron nass machen: Trocken eingestreut wirkt Natron am besten. Eine feuchte Paste nur gezielt auf einzelne Flecken geben, nicht flächig.
  • Reste liegen lassen: Nicht komplett abgesaugtes Natron kann krisseln und die Haut reizen. Lieber einmal mehr absaugen.

Essig gegen Geruch – sparsam und gezielt

Weißer Essig (Tafelessig) ist ein gutes zweites Mittel, vor allem gegen säuerliche Gerüche und Urin. Wichtig ist: sparsam arbeiten und die Matratze nie durchnässen.

  1. Mische weißen Essig und Wasser im Verhältnis 1:1 in einer Sprühflasche.
  2. Sprühe die betroffene Stelle nur leicht an – sie soll feucht sein, nicht nass.
  3. Tupfe danach mit einem sauberen, trockenen Tuch nach.
  4. Lass die Stelle gut trocknen, am besten bei offenem Fenster oder mit einem Ventilator.

Keine Sorge wegen des Essiggeruchs: Er verfliegt beim Trocknen und nimmt den unangenehmen Geruch mit. Wer mag, kann nach dem Trocknen noch einmal Natron einstreuen.

Lüften an der frischen Luft und in der Sonne

Die einfachste und günstigste Methode kostet nichts: frische Luft. Frische, bewegte Luft nimmt den schlechten Geruch einfach mit nach draußen, und das Sonnenlicht hilft zusätzlich, Feuchtigkeit auszutreiben.

  • Stelle oder lege die Matratze an einen luftigen Ort, zum Beispiel auf den Balkon oder vor ein weit geöffnetes Fenster.
  • Ein paar Stunden direktes Sonnenlicht tun gut – achte aber darauf, dass die Matratze nicht stundenlang in praller Mittagssonne überhitzt.
  • Drehe die Matratze zwischendurch, damit beide Seiten Luft bekommen.
  • Auch im Alltag hilft es, morgens die Bettdecke zurückzuschlagen und das Schlafzimmer kurz quer zu lüften.

Lüften ist die Basis fast jeder Behandlung – gerade bei einer neuen Matratze, die noch ausgast, ist es das Mittel der Wahl.

Gerüche nach Ursache gezielt entfernen

Je nach Ursache brauchst du eine etwas andere Vorgehensweise. Hier die drei häufigsten Fälle im Detail.

Uringeruch aus Matratze entfernen

Uringeruch ist hartnäckig, weil er tief in den Kern zieht. Bei frischen Unfällen ist schnelles Handeln das halbe Spiel:

  1. Sofort aufsaugen: Tupfe die Nässe mit Tuch oder Küchenpapier ab, so viel wie möglich. Nicht reiben – das drückt den Urin tiefer hinein.
  2. Essig-Wasser auftragen: Sprühe die Stelle leicht mit der 1:1-Essig-Wasser-Lösung ein. Der Essig hilft gegen den Ammoniakgeruch.
  3. Mit Natron abdecken: Streue Natron auf die noch leicht feuchte Stelle und lass es über Nacht einwirken. Es bindet Feuchtigkeit und Geruch.
  4. Absaugen und trocknen: Sauge das Natron ab und lass die Stelle vollständig durchtrocknen.

Bei alten, eingetrockneten Flecken lohnt es sich, diese Schritte zwei- bis dreimal zu wiederholen – oft löst sich der Geruch erst nach mehreren Durchgängen. Auch ein Enzymreiniger aus der Drogerie ist hier eine gute, neutrale Option, weil er auf die geruchsbildenden Rückstände abzielt. Bei Katzenurin hilft auch unser Ratgeber Katzengeruch loswerden.

Ehrlich gesagt: Bei sehr alten oder tief eingezogenen Flecken – etwa bei wiederkehrendem Bettnässen oder Tierurin – kommen Sprays und Hausmittel von oben oft nicht bis zur Geruchsquelle im Kern. Dann hilft ein Geruchsneutralisierer, der den Geruch dort abbaut, wo er sitzt (mehr dazu weiter unten). Sitzt der Urin sehr tief im durchnässten Kern, hilft am Ende nur noch ein Austausch.

Muffigen Geruch und Schimmelgeruch behandeln

Gegen muffigen Geruch helfen die Kombi aus Natron, Lüften und Sonne meist sehr gut. Wichtig ist, die Ursache abzustellen: Sorge dafür, dass die Matratze auf einem Lattenrost mit Luftzirkulation liegt und das Schlafzimmer regelmäßig gelüftet wird. Mehr Tipps im Ratgeber Gerüche neutralisieren.

Bei echtem Schimmel – sichtbare dunkle Flecken, intensiver modriger Geruch – gilt eine klare Warnung: Schimmel kann der Gesundheit schaden, besonders bei Kindern, Älteren und Menschen mit Atemwegsproblemen. Oberflächliche Behandlung reicht hier oft nicht, weil sich die Sporen im Inneren festsetzen. Bei großflächigem oder tief sitzendem Schimmelbefall solltest du die Matratze aus gesundheitlichen Gründen entsorgen und durch eine neue ersetzen.

Neue Matratze – Chemiegeruch loswerden

Wenn deine neue Matratze nach Vakuum oder Chemie riecht, ist das in den allermeisten Fällen Ausgasung und kein Grund zur Panik. So gehst du vor:

  • Pack die Matratze sofort nach dem Kauf aus und lass sie vor dem ersten Schlafen einige Tage in einem gut gelüfteten Raum stehen.
  • Lüfte den Raum mehrmals täglich quer.
  • Etwas eingestreutes Natron kann den Geruch zusätzlich binden.

Neugeruch lässt nach etwa 3 bis 14 Tagen Lüften deutlich nach. Ehrliche Einordnung: Wenn der Geruch nach Wochen nicht nachlässt, extrem beißend ist oder dir Kopfschmerzen bereitet, ist Skepsis berechtigt. Du musst eine Matratze, die dauerhaft stark riecht, nicht akzeptieren – prüfe dann dein Rückgabe- oder Reklamationsrecht beim Händler. Gerade bei Matratzen für Babys und Kinder gilt: Im Zweifel lieber zurückgeben als überdecken.

Materialschonend reinigen: Kaltschaum, Memory-Foam, Latex und Federkern

Hier liegt ein Punkt, den fast alle Ratgeber übergehen: Nicht jede Matratze verträgt jede Behandlung. Das Material entscheidet mit.

  • Kaltschaum: Empfindlich gegen Nässe. Nie durchnässen, nur leicht feucht arbeiten und anschließend sehr gut trocknen lassen, damit sich im Inneren kein Schimmel bildet.
  • Memory-Foam (der weiche Schaum, der sich an den Körper anpasst): Reagiert besonders empfindlich auf Feuchtigkeit und nimmt Wasser stark auf. Hier gilt: am liebsten trocken mit Natron arbeiten, Essig nur sparsam und punktuell, danach gründlich trocknen. Schaummatratzen brauchen nach feuchter Reinigung etwa 24 Stunden Trockenzeit.
  • Latex: Mag weder dauerhafte Nässe noch pralle, lange Sonneneinstrahlung. Leicht feucht reinigen, im Schatten an der Luft trocknen.
  • Federkern: Etwas robuster, weil im Inneren mehr Luft zirkuliert. Trotzdem nicht durchnässen, damit die Federn nicht rosten und der Schaumstoff drumherum trocken bleibt.

Die wichtigste Regel für alle Schäume: Feuchtigkeit ist der Feind. Lieber mehrmals leicht feucht arbeiten als einmal durchnässen – und immer komplett trocknen lassen, bevor du die Matratze wieder beziehst.

Warum kommt der Geruch immer wieder? Gerüche an der Quelle neutralisieren

Kennst du das? Du hast gelüftet, Natron eingestreut, vielleicht ein Duftspray benutzt – und ein paar Tage später, sobald es warm und feucht wird, ist der Geruch wieder da. In Foren liest man das ständig, und es ist der größte Frust beim Thema Matratzengeruch.

Hausmittel überdecken oft nur – so geht es nachhaltiger

Der Grund ist einfach: Viele Sprays und Hausmittel überdecken den Geruch nur mit einem anderen Duft. Die eigentlichen geruchsbildenden Rückstände – etwa von Schweiß oder Urin – bleiben in der Matratze. Sobald Wärme und Feuchtigkeit dazukommen, riecht es wieder.

Nachhaltig wird es erst, wenn du den Geruch an der Quelle abbaust. Genau hier setzt Duftfrisch von Verpuro an: Das Raumspray neutralisiert Gerüche mit natürlichen Mikroorganismen direkt dort, wo sie entstehen, statt sie nur zu überdecken. Die natürlichen Mikroorganismen bauen die geruchsbildenden Rückstände biologisch ab, statt sie nur zu überdecken. Du sprühst es einfach auf die Matratze – und genauso auf andere Textilien, die Gerüche halten, wie Sofa, Polster, Teppich, Vorhänge oder Autositze.

Und das Beste: Der Duft Orange & Granatapfel sorgt für ein frisches Gefühl. Duftfrisch von Verpuro ist Made in Germany, und wir geben dir eine 30-Tage-Frische-Garantie.

Ehrlich bleibt ehrlich: Auch Duftfrisch ersetzt keine Grundpflege. Sitzt der Geruch sehr tief im durchnässten Kern oder steckt echter Schimmel dahinter, hilft auch Duftfrisch nicht mehr – dann hilft nur noch grundlegende Reinigung oder ein Austausch. Bei alltäglichen Gerüchen von Schweiß, Muff oder kleineren Unfällen ist das gezielte Neutralisieren an der Quelle aber genau der Hebel, der den Unterschied macht, ob der Geruch wegbleibt oder zurückkommt.

Duftfrisch entdecken – Gerüche an der Quelle neutralisieren

Wie lange muss die Matratze trocknen, bevor du wieder darauf schläfst?

Diese Frage ist wichtiger, als viele denken – denn eine zu feucht zurückgelegte Matratze ist der perfekte Nährboden für neuen Muff und Schimmel. Als Faustregeln gilt:

  • Nach trockener Natron-Behandlung: Sobald alles abgesaugt ist, kannst du die Matratze sofort wieder beziehen.
  • Nach leicht feuchter Behandlung (Essig, punktuelle Reinigung): Plane mindestens mehrere Stunden, bei dickeren Schaummatratzen besser 24 Stunden Trockenzeit ein.
  • Nach stärkerer Durchfeuchtung: Hier können es auch 1 bis 2 Tage werden. Hilf mit offenem Fenster, Ventilator oder einem Luftentfeuchter nach.

Prüfe vor dem Beziehen immer mit der Hand, ob sich die Stelle noch kühl oder klamm anfühlt. Lieber einen halben Tag länger warten als auf einer feuchten Matratze schlafen.

Geruch vorbeugen: So bleibt deine Matratze frisch

Am besten lässt du Gerüche gar nicht erst entstehen. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten bleibt deine Matratze deutlich länger frisch.

Matratzenschoner und Topper nutzen

Ein waschbarer Matratzenschoner oder ein Topper ist die beste Versicherung gegen Schweiß, Urin und Flecken. Er fängt Feuchtigkeit ab, bevor sie in die Matratze zieht, und lässt sich einfach in der Maschine waschen. Gerade in Kinderbetten oder bei Haustieren im Schlafzimmer ist das Gold wert.

Richtig lüften und wenden

  • Schlag morgens die Bettdecke zurück und lass die Matratze ein paar Minuten auskühlen und Feuchtigkeit abgeben, bevor du das Bett machst.
  • Lüfte das Schlafzimmer täglich quer, gerade nach dem Aufstehen.
  • Drehe und wende die Matratze etwa alle drei Monate, damit beide Seiten gleichmäßig trocknen und sich abnutzen.
  • Achte auf einen Lattenrost, der Luft von unten zirkulieren lässt – eine Matratze direkt auf dem Boden schimmelt schnell.

Bettwäsche und Bezug regelmäßig waschen

Wasche deine Bettwäsche etwa alle ein bis zwei Wochen, möglichst bei 60 Grad. Einen abnehmbaren Matratzenbezug kannst du je nach Pflegehinweis ein bis zwei Mal im Jahr waschen. So landen Schweiß und Hautschuppen in der Maschine und nicht in der Matratze.

Wann lohnt sich Reinigen nicht mehr? (entsorgen oder reklamieren)

So ehrlich muss man sein: Nicht jede Matratze lässt sich retten. In diesen Fällen ist Reinigen nicht mehr sinnvoll:

  • Tief durchnässt und nie richtig getrocknet: Wenn Urin oder Wasser tief in den Kern gezogen sind und sich der Geruch trotz mehrerer Versuche hält, kommst du an die Quelle oft nicht mehr heran.
  • Sichtbarer, großflächiger Schimmel: Aus gesundheitlichen Gründen gehört eine stark verschimmelte Matratze entsorgt – nicht gereinigt.
  • Alte, durchgelegene Matratze: Wenn die Matratze ohnehin am Ende ihrer Lebensdauer ist (meist 8 bis 10 Jahre), lohnt sich die Mühe nicht mehr.

Und noch ein Fall: Riecht eine neue Matratze auch nach Wochen extrem stark, ist das kein Pflege-, sondern ein Produktthema. Dann solltest du nicht reinigen, sondern beim Händler reklamieren oder vom Rückgaberecht Gebrauch machen.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie bekomme ich Uringeruch aus der Matratze, auch wenn er schon tief eingezogen ist?

Bei frischem Urin sofort abtupfen, mit verdünntem weißem Essig (1:1 mit Wasser) leicht einsprühen, dann Natron darüberstreuen und über Nacht einwirken lassen, anschließend absaugen und gut trocknen. Bei altem, tief eingezogenem Uringeruch kommen reine Hausmittel von oben oft nicht bis zur Quelle im Kern. Dann hilft ein Geruchsneutralisierer mit natürlichen Mikroorganismen, der den Geruch dort abbaut, wo er sitzt – oder, bei stark durchnässter Matratze, ein Austausch.

Warum stinkt meine neue Matratze und ist das schädlich?

Eine neue Matratze riecht meist wegen harmloser Ausgasung: Vakuum-verpackte Roll- und Boxspring-Matratzen geben nach dem Auspacken eine Weile Gerüche ab. Das lässt nach etwa 3 bis 14 Tagen Lüften deutlich nach. Pack die Matratze gleich aus, lass sie gut durchlüften und schlafe erst darauf, wenn der Geruch abgeklungen ist. Wenn der Geruch nach Wochen sehr stark bleibt oder dir Beschwerden wie Kopfschmerzen bereitet, solltest du das nicht hinnehmen – prüfe dann dein Rückgabe- oder Reklamationsrecht, besonders bei Matratzen für Babys und Kinder.

Wie lange muss Natron auf der Matratze einwirken, bis es den Geruch neutralisiert?

Plane mehrere Stunden ein, idealerweise über Nacht. Je länger das Natron einwirkt, desto mehr Feuchtigkeit und Geruch kann es binden. Danach gründlich absaugen, damit keine Reste in der Matratze bleiben. Bei starkem Geruch kannst du den Vorgang ein zweites Mal wiederholen.

Wie entferne ich muffigen oder modrigen Geruch aus der Matratze?

Streue Natron ein und lass es über Nacht wirken, sauge es ab und lüfte die Matratze an der frischen Luft oder in der Sonne. Genauso wichtig: die Ursache abstellen. Sorge für einen luftdurchlässigen Lattenrost und regelmäßiges Quer-Lüften, damit Feuchtigkeit entweichen kann.

Hilft ein Dampfreiniger gegen Matratzengeruch?

Ein Dampfreiniger kann die Oberfläche auffrischen, hat aber zwei Haken: Er bringt Feuchtigkeit in die Matratze, die lange trocknen muss, und Kaltschaum, Memory-Foam und Latex vertragen Hitze und Nässe schlecht. Wenn überhaupt, dann nur auf niedriger Stufe, kurz und mit anschließend sehr langer Trockenzeit. Für die meisten Gerüche sind trockenes Natron und gutes Lüften die sicherere Wahl.

Kann ich eine Kaltschaum- oder Memory-Foam-Matratze mit Wasser und Essig reinigen?

Ja, aber nur sehr sparsam. Diese Schäume nehmen Feuchtigkeit stark auf und trocknen langsam. Sprühe nur leicht, tupfe nach und lass die Matratze anschließend sehr gründlich trocknen – bei dickeren Schäumen ruhig 24 Stunden. Am schonendsten arbeitest du bei diesen Materialien trocken mit Natron.

Warum kommt der Geruch nach dem Reinigen mit Hausmitteln immer wieder?

Weil viele Hausmittel und Duftsprays den Geruch nur überdecken, statt ihn abzubauen. Die geruchsbildenden Rückstände bleiben in der Matratze und treten bei Wärme und Feuchtigkeit wieder hervor. Nachhaltig wird es nur, wenn du den Geruch an der Quelle neutralisierst – zum Beispiel mit einem Geruchsneutralisierer auf Basis natürlicher Mikroorganismen.

Wie oft sollte ich meine Matratze reinigen und lüften, damit sie frisch bleibt?

Lüfte täglich kurz und schlag morgens die Bettdecke zurück. Eine gründliche Natron-Behandlung etwa drei- bis viermal im Jahr hält die Matratze frisch. Bettwäsche alle ein bis zwei Wochen bei 60 Grad waschen und die Matratze alle drei Monate drehen oder wenden.

Wann sollte ich die Matratze lieber entsorgen oder reklamieren statt sie zu reinigen?

Entsorgen solltest du eine Matratze bei großflächigem Schimmel, bei tiefer Durchnässung, die sich nicht mehr trocknen oder geruchsfrei bekommen lässt, oder am Ende der Lebensdauer (meist nach 8 bis 10 Jahren). Reklamieren statt reinigen ist der richtige Weg, wenn eine neue Matratze auch nach Wochen noch extrem stark riecht – das ist dann ein Produktthema und kein Pflegethema.